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Mobbing: Erkennen, verstehen und aktiv verhindern.

Grundlagenseminar: Begriffsklärung, Erscheinungsformen und rechtliche Grundlagen

Mobbing am Arbeitsplatz ist leider Teil der betrieblichen Realität. Es sind nicht die alltäglichen Auseinandersetzungen, sondern die dauerhaften, systematischen Übergriffe und Verletzungen der Persönlichkeitsrechte, die bei den Betroffenen häufig zu psychischen Störungen und z.T. schweren Erkrankungen führen.

Die Arbeitswelt wird zunehmend digitaler. Aufgaben, die früher noch analog im Büro ausgeführt wurden, werden nun online erledigt. Social-Media-Plattformen werden betriebsintern genutzt um in Chatgruppen Absprachen zur Umsetzung und Erledigung von Arbeitsaufgaben oder zu Einsatzplanungen zu treffen. Die Digitalisierung bringt auch die Gefahr von Cybermobbing am Arbeitsplatz mit sich. Beschäftigte werden in Chats oder Chatgruppen beleidigt, diskriminiert oder bedroht. Aber auch externe Angriffe durch Hassmails und digitale Anfeindungen bis hin zu „Hatestorms“ nehmen massiv zu. Die Auswirkungen auf die Betroffenen sind gravierend. (Quelle: hateaid.org)

Für alle Erscheinungsformen von Mobbing spielt das Arbeitsumfeld eine entscheidende Rolle. Dennoch werden Betroffene für die Probleme meist selbst verantwortlich gemacht und die Konfliktaustragung am Arbeitsplatz als Privatsache betrachtet. Dabei wird Mobbing erst durch „Wegsehen“ und „Nichteingreifen“ anderer Beteiligter und Vorgesetzter ermöglicht – durch rechtzeitiges Handeln aber möglicherweise auch verhindert.

Im Seminar behandeln wir Mobbing und seine alltäglichen Auswirkungen auf Betroffene und Betriebe, um Sie als Mitglied der gesetzlichen Interessenvertretung bei der Entwicklung von Handlungsmöglichkeiten sowohl im konkreten Fall als auch als präventive Maßnahme zu unterstützen.

Die Seminarinhalte in Stichworten:

  • Mobbing am Arbeitsplatz: Was ist das? Begriffsklärung und rechtliche Einordnung (u.a. aus dem Grundgesetz, Bürgerlichen Gesetzbuch, AGG, ArbSchG sowie dem StGB)
  • (aktuelle) Erscheinungsformen, Ursachen, Mobbinghandlungen, Motive und Betroffene
  • Cybermobbing in der Arbeitswelt als besondere Erscheinungsform: betriebliche Handlungsmöglichkeiten und Präventionsmaßnahmen zur Verhinderung von digitaler Gewalt
  • Auswirkungen, Rechte und Handlungsmöglichkeiten der Betroffenen (Führen eines Mobbing-Tagebuchs, Geltendmachung von Schadensersatzansprüchen)
  • Pflichten des Arbeitgebers zur Verhinderung von Mobbing und Möglichkeit von arbeitsrechtlichen Schritten gegen Mobbing-Täter/-innen
  • Aufgaben, Schutz- und Handlungsmöglichkeiten der gesetzlichen Interessenvertretung, aus u.a. dem Arbeitsschutzgesetz zur Gesundheitsprävention oder dem Beschwerderecht
  • Aktuelle Rechtsprechung der Arbeits- und Sozialgerichte sowie des Bundesverfassungsgerichts zum Thema Mobbing am Arbeitsplatz und damit verbundene Rechtsfolgen

  • Zielgruppe

    Betriebs-/Personalratsmitglieder, Mitglieder der JAV/Schwerbehinderten-/Mitarbeitervertretung
  • Teilnahmevoraussetzungen

    Besuch des BR-/PR-/SBV-Grundseminars
  • Freistellung

    § 37 Abs. 6 BetrVG, § 54 Abs. 1 BPersVG, analog LPersVG und Regelungen für MAV, § 179 Abs. 4 SGB IX
  • Bewertung

    (182 Bewertungen)
    95,8% unserer Teilnehmer/-innen bewerten dieses Seminar mit „sehr gut/gut“.
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