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Lebensarbeitszeitkonten

In vielen Betrieben und Dienststellen werden die unterschiedlichsten Zeitkonten geführt. Dieses Seminar hat die Lebensarbeitszeitkonten, die einen flexibleren Übergang in die Rente ermöglichen sollen und eine besondere Form von Langzeitkonten sind, als inhaltlichen Schwerpunkt.

Der Wunsch vieler Beschäftigter nach früherem Ausscheiden aus dem Arbeitsleben ist einer der Gründe für die zunehmende Bedeutung dieses Gestaltungsinstruments. Die Frage ist, ob und wie Lebensarbeitszeitkonten dies gewährleisten können.

Im Sozialgesetzbuch IV ist geregelt, dass diese Konten in Geld geführt und als Wertguthaben gegen Insolvenz zu sichern sind. Auch für die Mitnahmemöglichkeit der Wertguthaben bei Arbeitgeberwechsel wurden Regelungen getroffen.

Sollen Lebensarbeitszeitkonten im Betrieb eingerichtet werden, haben gesetzliche Interessenvertretungen z.B. zu klären, ob und welche Entgelt- oder Arbeitszeitanteile in diese Lebensarbeitszeitkonten übertragen werden, wie die sozialrechtlichen Anforderungen betrieblich umgesetzt werden und wie Lebensarbeitszeitkonen von den Beschäftigten tatsächlich genutzt werden können.

Die Seminarinhalte in Stichworten:

  • Sozialversicherungs-, arbeitszeitrechtliche und mögliche tarifvertragliche Grundlagen
  • Vor- und Nachteile von Lebensarbeitszeitkonten
  • Aspekte des Arbeits- und Gesundheitsschutzes bei der betrieblichen Einführung, Umsetzung und Ausgestaltung von Lebensarbeitszeitkonten
  • Grundlagen zum Umfang und zu den Grenzen des Insolvenzschutzes von Lebensarbeitszeitkonten
  • Beteiligungsrechte und Aufgaben der gesetzlichen Interessenvertretung
  • Praxisbeispiele aus Betriebs-/Dienstvereinbarungen

  • Zielgruppe

    Betriebs-/Personalratsmitglieder, Mitglieder der Schwerbehindertenvertretung
  • Freistellung

    § 37 Abs. 6 BetrVG, § 46 Abs. 6 BPersVG, analog LPersVG, § 179 Abs. 4 SGB IX
  • Bewertung

    (12 Bewertungen)
    82,2% unserer Teilnehmer/-innen bewerten dieses Seminar mit „sehr gut/gut“.

 Was spricht für Langzeitkonten?

  • Gleitender bzw. vorgezogener Eintritt in den Ruhestand
  • Sabbaticals und Weiterbildung
  • Zeiten für Familie

Was spricht gegen Langzeitkonten?

  • Arbeits- und Gesundheitsschutzrisiken für die Beschäftigten durch das Erarbeiten der Zeiten für das Langzeitkonto

Was unterscheidet Lebensarbeitszeitkonten von anderen Formen von Zeitkonten?
Ausgestaltung von Langzeitkonten:

  • Gesetzliche Grundlagen, z.B. Arbeitszeitgesetz
  • Sozialversicherungsrechtliche Regelungen („Flexi II-Gesetz“)
  • Ansparen von Zeiten – welche?
  • Umwandlungsmöglichkeiten von Entgelt in Zeit
  • Insolvenzsicherung
  • Wertguthaben
  • Verzinsung
  • Berücksichtigung der Tarifentwicklung
  • Arbeitsplatzwechsel
  • Regelungen für die Entnahme von Zeit, Verfügungsmöglichkeiten über das Konto

Praxisbeispiele aus Tarifverträgen und Betriebs-/Dienstvereinbarungen
Beteiligung und Handlungsmöglichkeiten der gesetzlichen Interessenvertretung:

  • Initiativrechte
  • Einbeziehung der Beschäftigten
  • Klärung von Zielen bei Langzeitkonten
  • Eckpunkte einer Betriebs-/Dienstvereinbarung


Hier den Themenplan als PDF downloaden.
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14.09. – 15.09.2020 Hessen | Bad Soden-Salmünster weitere Infos | Anmeldung

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