Seminare für BR, PR, JAV, MAV und SBV

Befristung an Hochschulen und Forschungseinrichtungen

Gesetzliche Grundlagen und Handlungsmöglichkeiten der Interessenvertretung

Das Sonderbefristungsrecht für die Wissenschaft stellt Betriebs- und Personalräte an Hochschulen und Forschungseinrichtungen vor besondere Herausforderungen. Aber auch Befristungen nach dem Teilzeit- und Befristungsgesetz (TzBfG) kommen hier besonders häufig vor. Worin sich diese beiden Befristungsregelungen unterscheiden und wie sie in der Praxis anzuwenden sind, ist Thema des Seminars. Welche Möglichkeiten haben Betriebs- und Personalräte, um in der Wissenschaft angemessene Vertragslaufzeiten und Entfristungen von Arbeitsverträgen durchzusetzen?

Im Seminar werden die aktuellen Regelungsinhalte des TzBfG und des WissZeitVG sowie ihre Auswirkungen auf die Praxis vorgestellt und anhand von Praxisbeispielen erörtert. Darüber hinaus werden die damit verbundenen Beteiligungsrechte und Handlungsmöglichkeiten der Interessenvertretung erläutert. Außerdem geben wir einen Einblick in die aktuelle Rechtsprechung zur Anwendung beider Gesetze.

Die Seminarinhalte in Stichworten:

  • Inhalte des TzBfG und des WissZeitVG
  • Abgrenzung der Anwendungsbereiche des TzBfG und des WissZeitVG
  • Begriffe und Definitionen (z.B. wissenschaftliche Tätigkeit, Drittmittelbefristung)
  • Sachgründe für Befristung und Befristungsdauer
  • Unterbrechungszeiten, die zu einer Verlängerung der Befristungsdauer nach WissZeitVG führen
  • Verhältnis der gesetzlichen Regelungen zur Europäischen Befristungsrichtlinie sowie zu Landesregelungen für den Hochschulbereich und zu Tarifverträgen im öffentlichen Dienst
  • Aktuelle Rechtsprechung zum Befristungsrecht
  • Beteiligungsrechte und Handlungsmöglichkeiten der Interessenvertretung

  • Zielgruppe

    Betriebs-/Personalratsmitglieder
  • Freistellung

    § 37 Abs. 6 BetrVG, § 54 Abs. 1 BPersVG, analog LPersVG
  • Bewertung

    (60 Bewertungen)
    87,3 % unserer Teilnehmer*innen bewerten dieses Seminar mit „sehr gut/gut“.

Ursprung und Vorgeschichte des Wissenschaftszeitvertragsgesetzes (WissZeitVG)
Verhältnis des WissZeitVG zur Europäischen Befristungsrichtlinie 1999/70/EG, zum Teilzeit- und Befristungsgesetz, zu Bundes- und Landesregelungen für den Hochschulbereich und den Tarifverträgen im öffentlichen Dienst
Inhalte des WissZeitVG, Überblick über die Neuregelungen
Personeller Anwendungsbereich des WissZeitVG, z.B.:

  • Wissenschaftliches und künstlerisches Personal (§ 1 Abs. 1)
  • Studierende mit wissenschaftlichen und künstlerischen Hilfstätigkeiten (§ 6)

Sachgründe einer Befristung (z.B. Qualifizierungsbefristung, Drittmittel) und höchstzulässige Befristungsdauer im WissZeitVG
Begriffe und Definitionen (z.B. wissenschaftliche Tätigkeit, Drittmittelbefristung)
Besonderheiten der Befristung aufgrund Drittmittelbefristung
Mögliche Unterbrechungszeiten (z.B. Mutterschutz/Elternzeit, Pflege von Kindern oder Angehörigen), die zu einer Verlängerung der Befristungsdauer führen
Inhalt des Teilzeit- und Befristungsgesetz (Überblick) und Verhältnis zum WissZeitVG
Auswirkungen der Änderungen auf bestehende befristete Arbeitsverhältnisse
Aktuelle Rechtsprechung zur Befristung an Hochschulen und Forschungseinrichtungen
Beteiligungsrechte und Handlungsmöglichkeiten der Interessenvertretung bei der Einstellung und bei der Befristung von Arbeitsverhältnissen

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Termine

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