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Psychische Belastung und Beanspruchung in Nahverkehrsunternehmen

Gefährdungsbeurteilung: Handlungs- und Gestaltungsmöglichkeiten der gesetzlichen Interessenvertretung

Extrem belastende Arbeitsbedingungen in der Nahverkehrsbranche sind Ursache für stetig steigende psychische und psychosomatische Erkrankungen von Beschäftigten. Betroffen sind dabei insbesondere auch Beschäftigte im Fahrdienst. Sie sind häufiger als andere kritischen Verkehrssituationen, ungünstigen Dienstzeiten sowie Konflikten mit Fahrgästen ausgesetzt und haben darüber hinaus eine hohe Verantwortung für Menschen und Material.

Grund genug für die Interessenvertretung, die vom Arbeitsschutzgesetz vorgeschriebene Gefährdungsbeurteilung im Betrieb einzufordern. Krankenkassen sowie die Gemeinsame Deutsche Arbeitsschutzstrategie haben dabei die Erfassung und Bewertung von psychischen Belastungen in den Fokus gerückt.

Dieses Seminar stellt bewährte Vorgehensweisen der Gefährdungsbeurteilung psychischer Belastungen vor und zeigt Wege auf, wie die Interessenvertretung auf die Durchführung von Gefährdungsbeurteilungen und Beteiligung der Beschäftigten hinwirken kann. Die Teilnehmenden erwerben Handlungskompetenz für die Initiierung und Begleitung einer Gefährdungsbeurteilung psychischer Belastungen.

Die Seminarinhalte in Stichworten:

  • Grundverständnis, Kriterien und Merkmalsbereiche psychischer Belastungen
  • Prozessschritte, Methoden und Instrumente der Gefährdungsbeurteilung
  • Anforderungen an die Durchführung; externe Unterstützung
  • Eckpunkte für eine Betriebs-/Dienstvereinbarung

  • Zielgruppe

    Betriebs-/Personalratsmitglieder, Mitglieder der Schwerbehindertenvertretung
  • Freistellung

    § 37 Abs. 6 BetrVG, § 46 Abs. 6 BPersVG, analog LPersVG, § 179 Abs. 4 SGB IX

Auffrischung: Psychische Belastung und Beanspruchung in Nahverkehrsbetrieben – vorhandene Daten und Statistiken (z.B. zu krankheitsbedingten Ausfalltagen und deren Ursachen)
Rechtliche Anforderungen und fachliche Leitlinien (GDA) bzgl. der Gefährdungsbeurteilung psychischer Belastungen
Bisherige Erfahrungen mit psychischen Belastungen und Gefährdungsbeurteilungen (zu psychischen Belastungen); Hindernisse und Problemstellungen
Kriterien und Merkmalsbereiche psychischer Belastungen, bezogen auf die Arbeits- und Tätigkeitsbereiche in Nahverkehrsbetrieben (z.B. Arbeitsaufgaben, Arbeitsorganisation, soziale Beziehungen, Arbeitsumgebung, Führung)
Prozessschritte in der Gefährdungsbeurteilung:

  • Vorbereitung, erforderliche Strukturen
  • Ermittlung und Beurteilung der Gefährdungen
  • Entwicklung und Umsetzung von Maßnahmen
  • Wirksamkeits- und Erfolgskontrolle, Dokumentation
  • Methoden und Instrumente der Gefährdungsbeurteilung psychischer Belastungen (z.B. schriftliche Befragungen, Beobachtungsinterviews/Interviews, Workshops/Gruppendiskussionen/Gesundheitszirkel - praktische Beispiele aus Befragungsinstrumenten)

Rahmenbedingungen für die Durchführung (Anonymität, Datenschutz, Information, Qualifikation der Durchführenden)
Externe Unterstützung: Woher bekommen wir sie, wie können wir sie in unserem Sinne steuern?
Weitere Strategie im Betrieb: Beschäftigte beteiligen, den Arbeitgeber überzeugen, Mitbestimmung durchsetzen, konkrete Präventionsmaßnahmen anstoßen
Wie können Interessenvertretungen den Prozess der Gefährdungsbeurteilung psychischer Belastungen (einschl. Maßnahmen) im Betrieb (mit-)steuern?
Mögliche Inhalte von Betriebs- bzw. Dienstvereinbarungen in Nahverkehrsbetrieben

Hier den Themenplan als PDF downloaden.
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