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Gewalt und Aggression gegen Beschäftigte in Sozial- und Gesundheitsberufen

Ursachen, Auswirkungen und Handlungsmöglichkeiten

In einer Studie der Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Pflege sowie des Universitätsklinikums Eppendorf wurde festgestellt, dass sich jede dritte befragte Fachkraft in Kliniken, der stationären Altenpflege, der ambulanten Pflege sowie aus Werkstätten und Wohnheimen für Menschen mit Behinderungen durch erlebte Gewalt stark belastet fühlt (www.bgw-online.de).

Arbeitgeber haben gegenüber den Beschäftigten die gesetzlich festgelegte Fürsorgepflicht, Übergriffe und Gewalt am Arbeitsplatz zu vermeiden, entsprechende Maßnahmen zur Gewaltprävention zu treffen sowie auf deren Umsetzung zum Schutz der Beschäftigten hinzuwirken. Bei der Entwicklung und Ausgestaltung der Maßnahmen hat die betriebliche Interessenvertretung ein Beteiligungsrecht, welches wir uns im Seminar genau ansehen werden.

Die Seminarinhalte in Stichworten:

  • Zahlen und Fakten der Berufsgenossenschaft und Unfallkassen zur Entwicklung von Übergriffen auf Beschäftigte
  • Begriffe und Definitionen zu Aggression, Aggressionsformen und Gewalt
  • Ursachen von Gewalt und Aggression von Patientinnen/Patienten und ihren Angehörigen im Gesundheitswesen
  • Versicherungs- bzw. berufsgenossenschaftsrechtliche Aspekte
  • Fürsorgepflichten des Arbeitgebers zum Schutz der körperlichen Unversehrtheit der Beschäftigten
  • Durchführung einer Gefährdungsbeurteilung mit dem Ziel von Maßnahmen zur Vermeidung gewalttätiger Übergriffe etc.
  • (Praxis-)Beispiele für präventive Schutzmaßnahmen zur Vermeidung von Gewalt
  • Beteiligungsrechte der betrieblichen Interessenvertretung; Eckpunkte einer Betriebs-/Dienstvereinbarung zur Gewaltprävention

  • Zielgruppe

    Betriebs-/Personalratsmitglieder, Mitglieder der Schwerbehinderten-/Mitarbeitervertretung
  • Freistellung

    § 37 Abs. 6 BetrVG, § 46 Abs. 6 BPersVG, analog LPersVG und Regelungen für MAV, § 179 Abs. 4 SGB IX
  • Bewertung

    (37 Bewertungen)
    80,7% unserer Teilnehmer/-innen bewerten dieses Seminar mit „sehr gut/gut“.

Entwicklung der Übergriffe auf Beschäftigte im Gesundheitswesen
Zahlen/Fakten der Berufsgenossenschaft und Unfallkassen, Erfahrungen der Teilnehmenden
Theoretische Grundlagen: Begriffe und Definitionen zu Aggression, Aggressionsformen und Gewalt
Ursachen von Gewalt und Aggression von Patienten und Angehörigen im Gesundheitswesen
Übergriffe und deren körperliche Folgen als Arbeitsunfall:

  • Versicherungs- und berufsgenossenschaftliche Aspekte
  • Schadenersatz bei Sachbeschädigungen

Fürsorgepflichten des Arbeitgebers zum Schutz der körperlichen Unversehrtheit der Beschäftigten, z.B.:

  • bei der arbeitsmedizinischen Vorsorge sowie
  • bei Maßnahmen des Arbeits- und Gesundheitsschutzes zur Vermeidung gewalttätiger Übergriffe und Gewalt am Arbeitsplatz

Durchführung einer geeigneten Gefährdungsbeurteilung zum Aufzeigen von Risiken, Entwicklung von Maßnahmen zur Vermeidung gewalttätiger Übergriffe etc.
(Praxis-)Beispiele für präventive Schutzmaßnahmen zur Vermeidung von Gewalt (z.B. arbeitsorganisatorische, räumliche, baulich-technische Maßnahmen, Deeskalations-/Notfallmanagement)
Beteiligungs- und Mitbestimmungsrechte der gesetzlichen Interessenvertretung:

  • Überwachungspflichten, z.B. im Rahmen des Arbeits- und Gesundheitsschutzes der Beschäftigten
  • Entwicklung von Schutzmaßnahmen für die Beschäftigten auf der Grundlage z.B. der Ergebnisse von Gefährdungsbeurteilungen
  • Unterweisung und Verhaltensrichtlinien der Beschäftigten am Arbeitsplatz
  • Qualifizierungskonzepte zum Deeskalations-/Notfallmanagement
  • Beschwerden der Beschäftigten, z.B. Gefahrenanzeigen oder Ultimaten
  • Eckpunkte einer Betriebs-/Dienstvereinbarung zur Gewaltprävention

Weitere Handlungsmöglichkeiten und mögliche Strategien der gesetzlichen Interessenvertretung

Hier den Themenplan als PDF downloaden.
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