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Das neue Pflegeberufegesetz (PflBG)

Rechtliche Rahmenbedingungen und ihre Umsetzung in die praktische Ausbildung

Das neue Pflegeberufegesetz kommt; ab 2020 starten die neuen Pflegeausbildungen. Die Ausbildungsreform berührt wichtige Beteiligungsrechte der Interessenvertretung. Durch die Umstrukturierung der theoretischen wie auch der praktischen Ausbildung müssen alle Ausbildungspläne (bzgl. ihrer zeitlichen und sachlichen Gliederung) überarbeitet und mitbestimmt werden. Für die praktischen Einsätze müssen ggf. neue Kooperationsverträge mit externen Partnern abgeschlossen und mitbestimmt werden. Die mit der Ausbildung betrauten Personen müssen rechtzeitig so qualifiziert werden, dass sie den neuen Anforderungen gerecht werden. Gegebenenfalls ist neues Personal einzustellen, um die gesetzlichen Anforderungen zu erfüllen. So hat die Interessenvertretung auf Jahre hinaus wichtigen Einfluss auf die Qualität der praktischen Ausbildung.

Betriebs- und Personalräte sowie Mitarbeitervertretungen haben gemeinsam mit den Jugend- und Auszubildendenvertretungen auf die Einhaltung des Pflegeberufegesetzes sowie der Ausbildungs- und Prüfungsverordnung zu achten. Darüber hinaus sollen sie die Ausbildungspläne im Rahmen der Beteiligungsrechte auch inhaltlich mitgestalten. Dies alles setzt Kenntnisse über den Inhalt des Gesetzes und der dazugehörigen Verordnungen voraus. Jetzt ist eine gute Gelegenheit, die Qualität der Pflegeausbildung in der betrieblichen Praxis zu sichern und Auszubildende sowie die mit der Ausbildung betrauten Personen vor Überforderung zu schützen.

Die Seminarinhalte in Stichworten:

  • Wesentliche Elemente des Pflegeberufegesetzes: Was ist neu?
  • Das Ausbildungsverhältnis: Vertragsgestaltung, Rechte und Pflichten der Vertragsparteien
  • Rechtsqualität der Ausbildungs- und Prüfungsverordnung als umsetzungsbedürftige Verordnung
  • Einordnung in das System der arbeitsrechtlichen Normenpyramide
  • Der Inhalt der Ausbildungs- und Prüfungsverordnung
  • Beteiligungsrechte der Interessenvertretung bei der betrieblichen Ausbildung
  • Überblick: Beteiligungsrechte der Interessenvertretung beim Abschluss von Kooperationsverträgen und beim Einsatz von Studierenden

  • Zielgruppe

    Betriebs-/Personalratsmitglieder, Mitglieder der JAV/Mitarbeitervertretung
  • Freistellung

    § 37 Abs. 6 BetrVG, § 46 Abs. 6 BPersVG, analog LPersVG und Regelungen für MAV
  • Bewertung

    (284 Bewertungen)
    97,1% unserer Teilnehmer/-innen bewerten dieses Seminar mit „sehr gut/gut“.

Grundlagen der Arbeit mit dem Pflegeberufegesetz sowie der Ausbildungs- und Prüfungsverordnung:

  • Ausbildung nach dem Pflegeberufegesetz: Was liegt in der Verantwortung des Betriebs, was liegt bei der Pflegeschule?
  • Anforderungen an die Neugestaltung der Kooperationsverträge
  • Rechtsqualität der Ausbildungs- und Prüfungsverordnung als umsetzungsbedürftige Verordnung
  • Einordnung in das System der arbeitsrechtlichen Normenpyramide
  • Bedeutung gängiger Begriffe der Ausbildungs- und Prüfungsverordnung

Der Inhalt der Ausbildungs- und Prüfungsverordnung:

  • Struktur der Verordnung
  • Struktur der Ausbildungen: Sachliche und zeitliche Gliederung
  • Pflichteinsätze, Vertiefungseinsätze, weitere Einsätze

Umsetzung der Ausbildungs- und Prüfungsverordnung in die betriebliche Praxis:

  • Inhalt von betrieblichen Ausbildungsplänen
  • Vorgehen bei der Umsetzung: Identifizieren von Arbeitstätigkeiten
  • Überblick über verschiedene Methoden und Ansätze der handlungsorientierten betrieblichen Ausbildung
  • Beispielhafte Ausbildungs- und Prüfungsverordnung – Konkretisierung in der Praxis

Rechtsqualität der Ausbildungspläne
Beteiligungsrechte der Interessenvertretung

  • beim Abschluss von Kooperationsverträgen zur Durchführung der theoretischen und praktischen Ausbildung (Möglichkeiten und Reichweite der Mitbestimmung, Regelungsmöglichkeiten in Kooperationsverträgen)
  • beim Einsatz von Studierenden (Gestaltung von Praktikumsverhältnissen, Kooperationsvereinbarungen mit Hochschulen)
  • bei betrieblichen Ausbildungsplänen (Definition von Lernzielen/Ausbildungsinhalten, Methodik innerbetrieblicher Ausbildung, Ausbildungspläne, Versetzungspläne, Ausbildungsstandkontrolle)


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16.12. – 18.12.2019 Hessen | Gladenbach
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