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Novellierung des Arbeitnehmerüberlassungsgesetzes

Inhalte, Umsetzung und Handlungsmöglichkeiten der gesetzlichen Interessenvertretung

Im Arbeitnehmerüberlassungsgesetz (AÜG) werden die Voraussetzungen geregelt, wie Arbeitnehmer/-innen zur Arbeitsleistung an einen Entleiher überlassen werden dürfen. Insbesondere auf Drängen der Gewerkschaften wurde im Koalitionsvertrag 2013 von CDU/CSU und SPD die Weiterentwicklung des AÜG vereinbart. Ziele waren die Eindämmung des Fremdpersonaleinsatzes in den Betrieben und die Verhinderung des Missbrauchs von Werkverträgen. Die Novellierung des AÜG tritt am 1.4.2017 in Kraft.

Im Seminar werden u.a. die Neuregelungen vorgestellt (z.B. Begrenzung der Höchstdauer der Überlassung, Verschärfung des Equal-Pay-Grundsatzes, Verbot des Einsatzes von Leiharbeitnehmern als Streikbrecher oder des ´Kettenverleihs´) und deren mögliche Auswirkungen auf die Praxis. Die Beteiligungsrechte und Handlungsmöglichkeiten der gesetzlichen Interessenvertretung werden erläutert.

Die Seminarinhalte in Stichworten:

  • Kurze Darstellung der Entwicklung der Leiharbeit in Deutschland
  • Verhältnis des AÜG zur Europäischen Leiharbeitsrichtlinie 2008/104/EG; weitere gesetzliche oder tarifvertragliche Regelungen
  • AÜG und § 611a BGB: Inhalte und Neuregelungen
  • Abgrenzung der Arbeitnehmerüberlassung zu anderen Formen des Fremdpersonaleinsatzes (z.B. Werkverträge)
  • Begriffe, Definitionen und aktuelle Rechtsprechung zur Arbeitnehmerüberlassung
  • Darstellung von möglichen Unterbrechungszeiten, die zu einer Verlängerung der Befristungsdauer führen
  • Verhältnis zur Personalgestellung, insbesondere im öffentlichen Dienst (Ausnahmeregelung)
  • Beteiligungsrechte und Handlungsmöglichkeiten der gesetzlichen Interessenvertretung

  • Zielgruppe

    Betriebs-/Personalratsmitglieder, Mitglieder der Mitarbeitervertretung
  • Freistellung

    § 37 Abs. 6 BetrVG, § 46 Abs. 6 BPersVG, analog LPersVG und Regelungen für MAV
  • Bewertung

    (17 Bewertungen)
    96,6% unserer Teilnehmer/-innen bewerten dieses Seminar mit „sehr gut/gut“.

Kurze Darstellung der Entwicklung der Leiharbeit in Deutschland
Verhältnis des AÜG zur Europäischen Leiharbeitsrichtlinie 2008/104/EG; weitere gesetzliche oder tarifvertragliche Regelungen
Novellierung des AÜG und des § 611a BGB - Inhalte und Neuregelungen, u.a.:

  • § 611a Definitionen Arbeitsvertrag - Abgrenzung Werk-/Dienstvertrag
  • § 1 Abs. 1 S. 2 AÜG Definition Leiharbeitnehmer/-in – Abgrenzung zu Werk-/Dienstvertrag (Sonderprobleme: agile Projektarbeit IT, Solo-Selbstständige)
  • Bereichsausnahme für den öffentlichen Dienst und Personalgestellung
  • Kennzeichnungs- und Konkretisierungspflicht
  • Einsatzverbot bei Streik
  • Verbot des Weiterverleihs
  • Fingiertes Arbeitsverhältnis
  • Änderungen im BetrVG und Auswirkung auf die Anwendung des BetrVG

Abgrenzung der Arbeitnehmerüberlassung zu anderen Formen des Fremdpersonaleinsatzes (Begriffe, Definitionen und aktuelle Rechtsprechung zur Arbeitnehmerüberlassung)
Darstellung von möglichen Unterbrechungszeiten, die zu einer Verlängerung der Befristungsdauer führen
Aktuelle Rechtsprechung zur Leiharbeit
Beteiligungsrechte und Handlungsmöglichkeiten der gesetzlichen Interessenvertretung

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