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Gelingende betriebliche Integration durch Mitbestimmung

Der ver.di-Personalcheck von 2013 und die ver.di-Aktion »Das Soll ist voll« von 2017 haben gezeigt: Allein in der Pflege sind rund 80.000 zusätzliche Fachkräfte nötig. Arbeitgeber suchen vermehrt den Fachkräftebedarf zu sichern, indem sie Pflegefachkräfte aus dem Ausland anwerben und einstellen.

Gerade im Gesundheitswesen – beim Dienst an Menschen, die unterschiedlicher Herkunft sind – kann kulturelle Vielfalt von großem Nutzen für alle sein. Allerdings gibt es auch strukturelle Unterschiede und Hindernisse. Berufsabschlüsse in den Gesundheitsberufen anderer Länder sehen z.B. die Tätigkeiten im Pflegemanagement oder die Übernahme ärztlicher Aufgaben vor. Zudem verfügen die anerkannten Pflegekräfte trotz eines anerkannten Kompetenzniveaus B2 über höchst unterschiedliche sprachliche Fähigkeiten. Lückenhafte Sprachkenntnisse gewährleisten aber keine sichere Pflege. Und eine Pflegekraft, die z.B. nicht in der Lage ist, einen präzisen Notruf abzusetzen, kann nicht alleine zum Dienst eingeteilt werden.

Als Einstieg werden zugewanderte Pflegekräfte deshalb häufig zunächst als Pflegehelfer/-innen beschäftigt. Es kommt zu Konflikten und Missverständnissen, häufig scheitert die Integration im Pflegealltag ganz. Dies geht nicht nur zulasten der betroffenen Beschäftigten, es werden damit auch Chancen vertan, den Fachkräftebedarf in der Pflege zu decken.

Im Seminar wollen wir uns mit den aktuellen Entwicklungen zur Fachkräftesicherung in der Pflege, mit möglichen betrieblichen Maßnahmen für eine gelungene Integration zugewanderter Fachkräfte und den damit verbundenen Beteiligungsrechten der betrieblichen Interessenvertretung beschäftigen.

Die Seminarinhalte in Stichworten:

  • Erfahrungsaustausch über den aktuellen Stand in den Einrichtungen oder Krankenhäusern
  • Aktuelle Entwicklungen zur Fachkräftesicherung auf dem globalisierten Pflegearbeitsmarkt
  • Maßnahmen und Möglichkeiten einer systematischen betrieblichen Integration von zugewanderten Pflegekräften
  • Anpassungsqualifizierung für zugewanderte Pflegefachkräfte mit internationalen Berufsabschlüssen
  • Personalbedarfsplanung, Personalentwicklung und Einsatzplanung von zugewanderten Pflegekräften
  • Möglichkeiten der Beteiligung der betrieblichen Interessenvertretung und der Beschäftigten an gelungener Integration
  • Beteiligungs- und Mitgestaltungsrechte der Interessenvertretung bei der Beschäftigung und Integration von zugewanderten Pflegefachkräften

  • Zielgruppe

    Betriebs-/Personalratsmitglieder, Mitglieder der JAV/Schwerbehinderten-/Mitarbeitervertretung
  • Freistellung

    § 37 Abs. 6 BetrVG, § 46 Abs. 6 BPersVG, analog LPersVG und Regelungen für MAV, § 179 Abs. 4 SGB IX
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17.03. – 19.03.2021 Nordrhein-Westfalen | Bielefeld-Sennestadt
Nur für den Bereich Gesundheit, Soziale Dienste, Wohlfahrt und Kirchen
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