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Personalmindeststandards (PPP-RL) und Finanzierung psychiatrischer Krankenhäuser

Auswirkungen der Neuregelungen auf die Beschäftigten und die Arbeit der Interessenvertretung

Seit 1.1.2020 gelten neue Personalmindeststandards (PPP-Richtlinie) für die stationäre Psychiatrie. Infolgedessen wird die Umsetzung im Rahmen der Budgetverhandlungen zwischen Kostenträger (Krankenkasse) und Leistungserbringer (Krankenhaus) vor Ort ausgehandelt. Seit Einführung der PPP-RL ändern sich die Arbeitsbedingungen für Beschäftigte fundamental. Eine Aufgabe der betrieblichen Interessenvertretung liegt in der Überwachung der Einhaltung geltender Gesetze und Verordnungen, so auch der PPP-RL.

Im Seminar stellen wir die neuen Regelungen vor und ordnen sie arbeitsrechtlich ein. Die Richtlinie befindet sich im ständigen Wandel, wir werden auch die Veränderungen und deren Auswirkungen erörtern. Welche neuen Entwicklungen stehen bevor? Wie sind sie einzuschätzen? Gemeinsam entwickeln wir Szenarien, wie die Interessen der Beschäftigten bestmöglich vertreten bzw. gewahrt werden können. Wir zeigen die Kriterien für die Budgetfindung in ihrer Bedeutung für eine ausreichende Personalausstattung. Welcher Regelungsbedarf bezüglich der Arbeitsbedingungen ergibt sich in Häusern, die Home-Treatment, StäB oder Modellprojekte gem. § 64b SGB V anbieten oder sich in diese „flüchten“?

Die Seminarinhalte in Stichworten:

  • Überblick über die neue Richtlinie zur Personalausstattung (PPP-RL) im Vergleich zur PsychPV
  • Berechnung der Personalmindeststandards für alle benannten Berufsgruppen
  • Nachweispflicht der Umsetzung, Konsequenzen bei Nichteinhaltung
  • Handlungsmöglichkeiten der Interessenvertretung bezüglich möglicher Personalaufstockung
  • Basiswissen zur Finanzierung psychiatrischer Einrichtungen und ihre Wirkung auf Budgetfindung und PPP-RL
  • Best Practice: Strategien bei der Mitbestimmung bezüglich der Umsetzung sowie mit Blick auf eine Personalaufstockung auf 100% der Richtlinie
  • Bedeutung der Tarifbindung und Möglichkeiten der Tarifierung der PPP-RL
  • Beteiligungsmöglichkeiten und Handlungsmöglichkeiten der betrieblichen Interessenvertretung bei der Umsetzung der Richtlinie

  • Zielgruppe

    Betriebs-/Personalratsmitglieder, Mitglieder der Schwerbehinderten-/Mitarbeitervertretung
  • Freistellung

    § 37 Abs. 6 BetrVG, § 54 Abs. 1 BPersVG, analog LPersVG und Regelungen für MAV, § 179 Abs. 4 SGB IX
  • Bewertung

    (58 Bewertungen)
    93,0% unserer Teilnehmer/-innen bewerten dieses Seminar mit „sehr gut/gut“.

Überblick über die neue Richtlinie zur Personalausstattung (PPP-RL), Vergleich mit der PsychPV
Personalmindeststandards vs. Personalbemessung – Unterschiede und ihre Folgen
Berechnung der Personalmindeststandards
Welche Berufsgruppen sind erfasst, welche nicht
Nachweispflicht der Umsetzung, Konsequenzen bei Nichteinhaltung
Handlungsmöglichkeiten der Interessenvertretung bezüglich möglicher Personalaufstockung
Gesetzliche Grundlagen des Zusammenwirkens von Budgetverhandlungen und Personalausstattung
Weiterentwicklung der Richtlinie seitens des G-BA
Basiswissen zur Finanzierung psychiatrischer Einrichtungen und ihre Wirkung auf Budgetfindung und PPP-RL
Budgetverhandlungen und PPP-RL
Bedeutung und Möglichkeiten der Wirtschaftsausschüsse
Sanktionsfreiheit bei Nichteinhaltung der Personalmindestvorgaben
Best Practice: Strategien betrieblicher Interessenvertretungen bei der Mitbestimmung bezüglich der Umsetzung sowie mit Blick auf eine Personalaufstockung auf 100% der Richtlinie
Das neue Budgetsystem im Überblick und seine arbeitsrechtliche Relevanz
Kriterien des Budgetsystems: Leistungsveränderungen, Kostenentwicklungen, regionale und strukturelle Besonderheiten, Personalausstattung und Anpassungsvereinbarung
Bedeutung der Tarifbindung
Einhaltung ausreichender Personalausstattung versus Abrechnung nach PEPP
Voraussetzungen für die Beantragung von Stellenaufstockungen in Krankenhäusern
Home-Treatment, StäB und Modelprojekte – Sicherung von ausreichend Personal und guten Qualitätsstandards
Handlungsmöglichkeiten der betrieblichen Interessenvertretung

Hier den Themenplan als PDF downloaden.
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Termine

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05.09. – 07.09.2022 Thüringen | Saalfeld
Nur für den Bereich Gesundheit, Soziale Dienste, Wohlfahrt und Kirchen
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