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Digitalisierung praxisnah gestalten - in Krankenhaus, Pflege- und Rehaeinrichtung

Gestaltungs- und Handlungsmöglichkeiten der betrieblichen Interessenvertretung

Ob elektronische Patientenakte (ePA), digitale Dokumentationssysteme, der Einsatz von Tablets, Pflegerobotern, Mitarbeiter-Apps oder digitale Tourenbegleiter, allen ist gemein, dass sie Arbeitsprozesse verändern, zu erhöhten Belastungen bei den Beschäftigten führen können und auch mehr Verhaltens- und Leistungskontrolle ermöglichen. Gleichzeitig aber stellt der Einsatz von digitalen Assistenzsystemen Erleichterungen und Entlastung für die Beschäftigten in Aussicht: Eine beteiligungsorientierte Gestaltung der Dienstplanung wäre ebenso möglich wie etwa die Vereinfachung von Dokumentationsaufgaben, um mehr Zeit für die Arbeit am Menschen zu schaffen. Das sind nur zwei Beispiele, wie Digitalisierungsprozesse sich im Interesse der Beschäftigten nutzen ließen.

Entscheidend ist jedoch, dass die betriebliche Interessenvertretung rechtliche Grundlagen zur Mitgestaltung der Digitalisierung im Betrieb nutzt, um auf diesem wichtigen Feld aktiv zu werden. Dabei stehen folgende Fragen im Fokus: Wie kann die eingesetzte Technik genutzt werden, um die Beschäftigten zu entlasten? Welche Punkte gilt es bei Betriebsvereinbarungen zu berücksichtigen? Welche Maßnahmen zum Daten- oder auch Arbeits- und Gesundheitsschutz müssen ergriffen werden, um zusätzlichen Belastungen entgegenzuwirken? Welche Beteiligungsrechte und Handlungsmöglichkeiten hat die Interessenvertretung, um die Digitalisierung zugunsten der Beschäftigten zu gestalten?

Die Seminarinhalte in Stichworten:

  • Einführung digitaler Technik beteiligungsorientiert gestalten – Risiken und Potenziale
  • Entlastung durch digitale Technologie für gute Arbeit
  • Was haben WhatsApp-Gruppen mit dem vermehrten „Holen aus dem Frei“ zu tun? Und welche haftungsrechtlichen Fragen sind damit verbunden?
  • Wie können Verhaltens- und Leistungskontrollen wirksam verhindert werden?
  • Arbeits- und Gesundheitsschutz in der digitalen Welt neu denken
  • Beteiligungs- und Gestaltungsrechte bei der Einführung digitaler Systeme
  • Eckpunkte für eine Betriebs-/Dienstvereinbarung zur Einführung digitaler Systeme
  • Fragen von Qualifizierung und Weiterbildung

  • Zielgruppe

    Betriebs-/Personalratsmitglieder, Mitglieder der JAV/Schwerbehinderten-/Mitarbeitervertretung
  • Freistellung

    § 37 Abs. 6 BetrVG, § 54 Abs. 1 BPersVG, analog LPersVG und Regelungen für MAV, § 179 Abs. 4 SGB IX

Nutzung von Technologien und Künstlicher Intelligenz, Auswirkungen auf Arbeitsplätze und Arbeitsplatzgestaltung:

  • Einführung digitaler Technik beteiligungsorientiert gestalten – Risiken und Potenziale
  • Umgang mit den Folgen der Nutzung moderner IT-Systeme für die Beschäftigten (Beispiel: mobile Endgeräte)
  • Arbeitnehmerdatenschutz auf der Grundlage aktueller europarechtlicher Regelungen (EU-Datenschutz-Grundverordnung) und des Bundesdatenschutzgesetzes bzw. der Landesdatenschutzgesetze

Was haben WhatsApp-Gruppen mit dem vermehrten „Holen aus dem Frei“ zu tun? Und welche haftungsrechtlichen Fragen sind damit verbunden?
Zulässigkeit und Grenzen einer Verhaltens- und Leistungskontrolle von Beschäftigten
Arbeits- und Gesundheitsschutz in der digitalen Welt neu denken

  • Überblick: Digitaler Arbeits- und Gesundheitsschutz
  • Möglichkeiten der Entlastung durch digitale Technologie

Fragen von Qualifizierung und Weiterbildung der Beschäftigten
Beteiligungs- und Gestaltungsrechte bei der Einführung digitaler Systeme
Umfang und Reichweite der Mitbestimung beim Einsatz technischer Einrichtungen oder beim digitalen Arbeits- und Gesundheitsschutz
Eckpunkte für eine Betriebs-/Dienstvereinbarung zur Einführung digitaler Systeme
 
 

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