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Persönliche Assistenz und Schulassistenz – Selbstbestimmung mitbestimmt?

Betriebliche Gestaltung von und Einflussmöglichkeiten auf Arbeitszeiten, Weiterbildung und Eingruppierung

Persönliche Assistenz und Schulassistenz stehen als eine in der Regel bedarfsorientierte Eins-zu-Eins-Begleitung für Menschen mit Behinderung beispielhaft für die Ziele von Inklusion und Selbstbestimmung der Klientinnen und Klienten. Deren Recht auf Selbstbestimmung steht jedoch nicht selten im Widerspruch zu dem Anspruch der Assistenzkräfte auf gute Arbeitsbedingungen.

So sind 24-Stunden-Schichten, ungeregelte Pausenzeiten, Umgang mit Minusstunden, Kettenverträge, Freistellung ohne Lohnfortzahlung bei Krankheit der Klientinnen/Klienten und die sogenannte kapazitätsorientierte variable Arbeitszeit (KAPOVAZ) als besondere Form der Teilzeitarbeit in der Assistenz wichtige Themen für die Mitbestimmung. Zudem ist in beiden Tätigkeitsbereichen der Anteil von Laienkräften relativ hoch, für die formalisierte Weiterbildungs- und Aufstiegsmöglichkeiten fehlen.

In dem Seminar beschäftigen wir uns mit den Beteiligungsrechten und Handlungsmöglichkeiten von betrieblichen Interessenvertretungen in der Persönlichen Assistenz und Schulassistenz/Schulbegleitung. Wir erarbeiten gemeinsam einen Überblick über den jeweiligen Regelungsbedarf und entwickeln Strategien, um Abhilfe zu schaffen.

Die Seminarinhalte in Stichworten:

  • Überblick über einschlägige arbeitszeitrechtliche Bestimmungen
  • KAPOVAZ – Gestaltungsmöglichkeiten bei der Arbeit auf Abruf
  • Anforderungen an die Qualifikation der Beschäftigten
  • Vertragsbedingungen – Umgang mit Kettenverträgen
  • Beteiligungsrechte der gesetzlichen Interessenvertretung bei Weiterbildung, Gestaltung der Arbeitsbedingungen sowie Eingruppierung und Arbeitszeitregelungen

  • Zielgruppe

    Betriebs-/Personalratsmitglieder, Mitglieder der Schwerbehinderten-/Mitarbeitervertretung
  • Freistellung

    § 37 Abs. 6 BetrVG, § 54 Abs. 1 BPersVG, analog LPersVG und Regelungen für MAV, § 179 Abs. 4 SGB IX

Erfahrungsaustausch: Betriebliche Herausforderungen mit der Arbeitsgestaltung in der Persönlichen Assistenz und Schulassistenz
Arbeitszeitgestaltung

  • Überblick über einschlägige arbeitszeitrechtliche Bestimmungen in der Systematik der Normenpyramide einschließlich Klärungen zu
  • Annahmeverzug
  • Direktionsrecht
  • Überblick: Grundzüge der Arbeitszeitplanung – welche Beteiligungsrechte haben gesetzliche Interessenvertretungen incl.
  • der Rechtsprechung des Bundesarbeitsgerichts zur Theorie der Wirksamkeitsvoraussetzung
  • Eckpunkten zur Gestaltung von überlangen Schichten, Pausenzeiten, Bereitschaftszeiten/Rufbereitschaften und
  • Mitbestimmung bei Urlaubszeiten

Vertragsbedingungen – Umgang mit zweckbefristeten Arbeitsverträgen

  • Überblick: einschlägige arbeitsrechtliche Regelungen und Möglichkeiten der Einflussnahme gesetzlicher Interessenvertretungen

Qualifikation und Weiterbildung

  • Überblick über die Beteiligungsrechte gesetzlicher Interessenvertretungen bei Fragen der Weiterbildung


Hier den Themenplan als PDF downloaden.
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11.07. – 13.07.2022 Niedersachsen | Walsrode
Nur für den Bereich Gesundheit, Soziale Dienste, Wohlfahrt und Kirchen
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