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Gewaltprävention im öffentlichen Dienst

Strategien und Handlungsmöglichkeiten der gesetzlichen Interessenvertretung

Arbeitgeber haben gegenüber den Beschäftigten die gesetzlich festgelegte Fürsorgepflicht, Übergriffe und Gewalt am Arbeitsplatz zu vermeiden, entsprechende Maßnahmen zur Gewaltprävention oder Notfallorganisation zu treffen sowie auf die Umsetzung der Maßnahmen zum Schutz der Beschäftigten hinzuwirken. Bei der Entwicklung und Ausgestaltung der Maßnahmen hat die gesetzliche Interessenvertretung Beteiligungsrechte (z.B. im Rahmen der Arbeitsplatzgestaltung oder bei Maßnahmen zum Arbeits- und Gesundheitsschutz der Beschäftigten).

Ziel des Seminars ist es u.a., Erscheinungsformen und Ursachen von Gewalt im öffentlichen Dienst aufzuzeigen und mögliche Maßnahmen zum Schutz der Beschäftigten sowie Modelle zur Gewaltprävention und zur Gewaltreduzierung vorzustellen.

Die Seminarinhalte in Stichworten:

  • Ursachen und Folgen von Gewalt und Aggression an Arbeitsplätzen des öffentlichen Dienstes
  • Fürsorgepflichten des Arbeitgebers zum Schutz der körperlichen Unversehrtheit der Beschäftigten
  • Durchführung einer Gefährdungsbeurteilung mit dem Ziel von Maßnahmen zur Vermeidung gewalttätiger Übergriffe etc.
  • Berufsgenossenschaftliche Aspkete (z.B. im Fall dauerhafter körperlicher Beeinträchtigung von Beschäftigten aufgrund von Gewalt)
  • Mögliche betriebliche präventive Schutz- und Deeskalationsmaßnahmen (z.B. Aus- und Weiterbildung der Beschäftigten, Arbeitsplatzgestaltung sowie mehr Personal)
  • Vorstellung von Modellen zur Gewaltprävention (z.B. Aachener Modell)
  • Beteiligungsrechte der gesetzlichen Interessenvertretung, Eckpunkte einer Betriebs-/Dienstvereinbarung zur Gewaltprävention

  • Termin

    24.08. – 26.08.2020
  • Ort

    63628 Bad Soden-Salmünster, Landhotel Betz
  • Seminarnummer

    1600-2008246
  • Teilnehmendenkreis

    Betriebs-/Personalratsmitglieder, Mitglieder der Mitarbeitervertretung
  • Branche/Bereich

    Besondere Dienstleistungen
    Bildung, Wissenschaft und Forschung
    Bund + Länder
    Finanzdienstleistungen
    Gemeinden
    Gesundheit, Soziale Dienste, Wohlfahrt und Kirchen
    Medien, Kunst und Industrie
    Postdienste, Speditionen und Logistik
    Sozialversicherung
    Telekommunikation, Informationstechnologie
    Ver- und Entsorgung
    Verkehr
  • Freistellung

    § 37 Abs. 6 BetrVG, § 46 Abs. 6 BPersVG, analog LPersVG und Regelungen für MAV
  • Kostenübernahme

    § 40 Abs. 1 BetrVG, § 44 Abs. 1 BPersVG, analog LPersVG und Regelungen für MAV
  • Seminargebühr

    850,00 EUR (gem. § 4 Nr. 22a UStG umsatzsteuerbefreit)
    Hinzu kommen die Kosten der Tagungsstätte.
  • Tagungsstättenkosten

    312,00 EUR inkl. MwSt.
  • Kontakt

    ver.di-b+b-Büro Hessen, Tel. 069 257 824-0
    info.hessen@verdi-bub.de

Entwicklung der Übergriffe auf Beschäftigte im öffentlichen Dienst
Zahlen/Fakten der Berufsgenossenschaft und Unfallkassen, Erfahrungen der Teilnehmenden
Theoretische Grundlagen: Definition von Aggression, Aggressionsformen und Gewalt
Ursachen von Gewalt und Aggression im öffentlichen Dienst
Übergriffe und deren körperliche Folgen als Arbeitsunfall:

  • Versicherungs- und berufsgenossenschaftliche Aspekte
  • Schadenersatz bei Sachbeschädigungen

Fürsorgepflichten des Arbeitgebers zum Schutz der körperlichen Unversehrtheit der Beschäftigten, z.B.:

  • Arbeitsmedizinische Vorsorge
  • Maßnahmen des Arbeits- und Gesundheitsschutzes zur Vermeidung von gewalttätigen Übergriffen und von Gewalt am Arbeitsplatz
  • Durchführung einer geeigneten Gefährdungsbeurteilung zum Aufzeigen von Risiken
  • (Praxis-)Beispiele für präventive Schutzmaßnahmen zur Vermeidung von Gewalt (z.B. arbeitsorganisatorische, räumliche, baulich-technische Maßnahmen, Deeskalations-/Notfallmanagement)

Beteiligungs- und Mitbestimmungsrechte der gesetzlichen Interessenvertretung:

  • Überwachungspflichten, z.B. im Rahmen des Arbeits- und Gesundheitsschutzes der Beschäftigten

Entwicklung von Schutzmaßnahmen für die Beschäftigten, z.B. auf der Grundlage der Ergebnisse von Gefährdungsbeurteilungen
Unterweisung und Verhaltensrichtlinien der Beschäftigten am Arbeitsplatz
Vorstellung von Modellen zur Gewaltprävention (z.B. Aachener Modell)
Qualifizierungskonzepte zum Deeskalations-/Notfallmanagement
Beschwerden der Beschäftigten, z.B. Gefahrenanzeigen oder Ultimaten
Eckpunkte einer Betriebs-/Dienstvereinbarung zur Gewaltprävention
Weitere Handlungsmöglichkeiten und mögliche Strategien der gesetzlichen Interessenvertretung

Hier den Themenplan als PDF downloaden.

Anmeldung zum Seminar

Gewaltprävention im öffentlichen Dienst

Strategien und Handlungsmöglichkeiten der gesetzlichen Interessenvertretung

  • Seminarnummer 1600-2008246
  • Ort 63628 Bad Soden-Salmünster, Landhotel Betz
  • Termin 24.08. – 26.08.2020

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