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Arbeiten 4.0: Entgrenzung von Arbeit und Freizeit - wenn aus Selbstbestimmung Selbstausbeutung wird

Die Grenzen zwischen Arbeitsort, Arbeitszeit und Freizeit verschieben sich. Moderne Kommunikationstechnologien ermöglichen eine permanente Erreichbarkeit von Beschäftigten sowie die Arbeit zu jeder Zeit und von jedem Ort.

Arbeitgeber fordern die Auflösung der Regelarbeitszeit sowie das Aufweichen des Achtstundentags. Feste und aus Sicht der Arbeitgeber ´starre´ Arbeitszeitmodelle gelten als Bremse für die immer wieder angeführte dringend benötigte Flexibilität, die das Zeitalter der Digitalisierung und das Arbeiten 4.0 mit sich bringen, und auch die Regelungen zum Arbeits- und Gesundheitsschutz seien nicht mehr zeitgemäß und müssten angepasst werden.

Für die Beschäftigten kommt es zur räumlichen und zeitlichen Vermischung der verschiedenen Lebensbereiche und zu einer Einschränkung des Privatlebens; gesundheitliche Belastungen nehmen zu.

Die Seminarinhalte in Stichworten:

  • Entgrenzung der Arbeit durch unternehmerische Entscheidungen, indirekte Steuerung, Digitalisierung und Einsatz neuer Arbeitsinstrumente
  • Auswirkungen auf die Beschäftigten
  • Interessen der Arbeitgeber und Arbeitnehmer/-innen bei der ´flexiblen´ Arbeitszeit- und Arbeitsortgestaltung
  • Arbeitswissenschaftliche Erkenntnisse und Empfehlungen, z.B. für arbeitsorganisatorische Maßnahmen zur Vereinbarkeit von Privatleben und Beruf
  • Modelle der beschäftigtenorientierten flexiblen und sozialverträglichen Arbeitszeit, Maßnahmen der Arbeitsorganisation
  • Kommunikation und Zusammenarbeit der Beschäftigten unter den Bedingungen der entgrenzten Arbeit
  • Beteiligungsrechte und Handlungsmöglichkeiten der gesetzlichen Interessenvertretung zur Stärkung der Abgrenzung der Erwerbsarbeit vom Privatleben

  • Termin

    12.10. – 14.10.2020
  • Ort

    29664 Walsrode, ver.di Bildungs- und Tagungszentrum Walsrode
  • Seminarnummer

    WA-20101203
  • Teilnehmendenkreis

    Betriebsräte, Personalräte, Mitarbeiter(innen)vertretungen
  • Branche/Bereich

    Besondere Dienstleistungen
    Bildung, Wissenschaft und Forschung
    Bund + Länder
    Finanzdienstleistungen
    Gemeinden
    Gesundheit, Soziale Dienste, Wohlfahrt und Kirchen
    Handel
    Medien, Kunst und Industrie
    Postdienste, Speditionen und Logistik
    Sozialversicherung
    Telekommunikation, Informationstechnologie
    Ver- und Entsorgung
    Verkehr
  • Teilnahmevoraussetzungen

    Besuch des BR-/PR-Grundseminars
  • Freistellung

    § 37 Abs. 6 BetrVG, § 46 Abs. 6 BPersVG, analog LPersVG und Regelungen für MAV
  • Kostenübernahme

    § 40 Abs. 1 BetrVG, § 44 Abs. 1 BPersVG, analog LPersVG und Regelungen für MAV
  • Seminargebühr

    850,00 EUR (gem. § 4 Nr. 22a UStG umsatzsteuerbefreit)
    Hinzu kommen die Kosten der Tagungsstätte.
  • Tagungsstättenkosten

    298,00 EUR inkl. MwSt.
  • Kontakt

    ver.di-b+b-Büro Bildungszentrum Walsrode
    Tel. 05161 979-0
    biz.walsrode@verdi.de
  • Bewertung

    (42 Bewertungen)
    98,60% unserer Teilnehmer/-innen bewerten dieses Seminar mit „sehr gut/gut“.

Überblick über die Rechtsgrundlagen und individuellen Ansprüche der Beschäftigten zur sozialverträglichen und lebenszeitorientierten Arbeitszeit- und Dienstplangestaltung
Gesellschaftspolitische Bedeutung einer sozialverträglichen und mitarbeiterorientierten Arbeitszeitgestaltung
Interessen der Arbeitgeber und Arbeitnehmer bei der Arbeitszeitgestaltung (Problemlagen, z.B. Konflikte, Personalknappheit)
Gesicherte arbeitswissenschaftliche Erkenntnisse, Aspekte und Empfehlungen zur Vereinbarkeit von Privatleben und Beruf sowie zum alterns- und altersgerechten Arbeiten (Definitionen, rechtliche Grundlagen aus dem Arbeitszeit- und Arbeitsschutzgesetz sowie Handlungshilfen, Leitfäden usw.)
Akteure der betrieblichen Arbeitszeit- und Dienstplangestaltung
Entgrenzung der Arbeit durch Formen von mobiler Arbeit, durch soziale Medien (betriebliche WhatsApp-Gruppen, Doodle-Schichten usw.) und "Rufen aus dem Frei" - Ursachen und Folgen für die Beschäftigten
Erfordernisse an betriebliche Rahmenbedingungen und Anforderungen an eine sozialverträgliche und lebenszeitorientierte Arbeitszeit- und Dienstplangestaltung, z.B.:

  • Personalplanung und Personalausstattung
  • Arbeitsorganisation und Arbeitsumfeld (z.B. Einrichtungen zur Kinderbetreuung)
  • Vereinbarkeit von Privatleben und Beruf 
  • Mitarbeiterorientierte Arbeitszeitpolitik vor dem Hintergrund des demografischen Wandels

Familiengerechte Arbeitszeitpolitik: ein Beitrag zu mehr Geschlechtergerechtigkeit
Die Rolle der gesetzlichen Interessenvertretung
Anforderungen der Beschäftigten an die Dienstplangestaltung in verschiedenen Lebensphasen; Gestaltungsmöglichkeiten
Mögliche Arbeitszeitmodelle zur sozialverträglichen und lebenszeitorientierten Dienstplangestaltung - Praxisbeispiele
Instrumente zur flexiblen und mitarbeiterorientierten Dienstplan- und Arbeitszeitgestaltung (z.B. Arbeitszeitkonten)
Handlungs- und Gestaltungsmöglichkeiten der Interessenvertretung - Inhalte einer Betriebs-/Dienstvereinbarung zur sozialverträglichen Arbeits- und Dienstgestaltung; Maßnahmen, die der Auflösung der Grenzen zwischen Erwerbsarbeit und Privatleben entgegenwirken

Hier den Themenplan als PDF downloaden.

Anmeldung zum Seminar

Arbeiten 4.0: Entgrenzung von Arbeit und Freizeit - wenn aus Selbstbestimmung Selbstausbeutung wird

  • Seminarnummer WA-20101203
  • Ort 29664 Walsrode, ver.di Bildungs- und Tagungszentrum Walsrode
  • Termin 12.10. – 14.10.2020

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