Seminare für BR, PR, JAV, MAV + SBV

´Resilienz´ - eine Bestandsaufnahme

Umgang der Interessenvertretung mit den Widersprüchen der Resilienzförderung

Die Arbeitswelt ist von permanenter Veränderung und steigender Arbeitsbelastung geprägt. Was kann Menschen dabei unterstützen, dies zu bewältigen und noch aufrecht und gesund durch das Leben zu gehen?

In Führungskräftetrainings wird dafür heute Resilienzförderung als Allheilmittel angepriesen - auch im Rahmen des Betrieblichen Gesundheitsmanagements. Bei diesem Ansatz besteht allerdings das Risiko, dass Arbeitgeber die Verantwortung für menschengerechte Arbeitsbedingungen noch weiter auf die Beschäftigten abwälzen.

Im Zentrum des Seminars steht, wie die Interessenvertretung sich bei der Einführung entsprechender betrieblicher Programme positionieren kann - sowohl hinsichtlich des Beschäftigtenschutzes als auch mit Blick auf die Verantwortung des Arbeitgebers.

Die Seminarinhalte in Stichworten:

  • Anforderung oder/und Entlastung? Flexibilität - Selbstoptimierung - indirekte Steuerung - Resilienz
  • Was ist Resilienz? Forschung und Definition
  • Faktoren der Resilienz und deren Bedeutung im betrieblichen Alltag und beim Betrieblichen Gesundheitsmanagement
  • Verhaltensprävention - Verhältnisprävention; Gefährdungsbeurteilung
  • Luxemburger Deklaration zur betrieblichen Gesundheitsförderung
  • Welche Rolle hat die Interessenvertretung?
  • Wie reagiert die Interessenvertretung auf problematische Erwartungen des Arbeitgebers bei der Einführung betrieblicher Resilienzprogramme?

  • Zielgruppe

    Betriebs-/Personalratsmitglieder, Mitglieder der Schwerbehinderten-/Mitarbeitervertretung
  • Teilnahmevoraussetzungen

    Vorheriger Besuch des Grundseminars zum Arbeits- und Gesundheitsschutz ´Gesunde Arbeit - gesunder Betrieb´ empfohlen
  • Freistellung

    § 37 Abs. 6 BetrVG, § 46 Abs. 6 BPersVG, analog LPersVG und Regelungen für MAV, § 179 Abs. 4 SGB IX

Erfahrungsaustausch: Aktuelle Entwicklungen zur Resilienzförderung in den Betrieben
Was ist Resilienz?

  • Historische Entwicklung des Begriffs Resilienz (psychische Widerstandskraft)
  • Definitionsansätze
  • Drei Ressourcen-Ebenen zur Resilienz
  • Stand der Forschung zur Resilienzförderung
  • Zusammenhang zwischen Resilienz, Salutogenese und Stressbewältigung

Resilienz-Faktoren; ihre Bedeutung im betrieblichen Alltag und bei der betrieblichen Gesundheitsförderung:

  • Überblick über die rechtlichen Voraussetzung zum Arbeits- und Gesundheitsschutz und zur Resilienzförderung
  • Arbeits(platz)bedingungen als Einflussfaktoren auf die Gesundheit der Beschäftigten
  • Zusammenhänge zwischen indirekter Steuerung, interessierter Selbstgefährdung, zunehmender Flexibilisierung und Resilienz
  • Resilienzorientierte Gestaltung der Arbeitsbedingungen (Pflichten des Arbeitgebers: Verhältnisprävention vor Verhaltensprävention)
  • Gefährdungsbeurteilung als Instrument zur Feststellung von Faktoren zur Schwächung der psychischen Widerstandskraft
  • Mögliche Maßnahmen zur Resilienzförderung
  • Unternehmensleitlinien zur Gesundheits- und Resilienzförderung 

Luxemburger Deklaration zur betrieblichen Gesundheitsförderung der Europäischen Union (Verbesserung der Arbeitsorganisation und der Arbeitsbedingungen, Förderung einer aktiven Beteiligung der Beschäftigten, Stärkung persönlicher Kompetenzen)
Aufgaben, Rolle und Beteiligungsrechte der gesetzlichen Interessenvertretung:

  • Ziele und Strategien zur Stärkung der psychischen Widerstandskraft der Beschäftigten
  • Möglichkeiten der Einbeziehung der Beschäftigten 
  • Überblick über die Beteiligungsrechte der gesetzlichen Interessenvertretung zur Gesundheitsprävention und zur Resilienzstärkung
  • Reaktionsmöglichkeiten auf problematische Erwartungen des Arbeitgebers bei der Einführung betrieblicher Resilienzprogramme, z.B. bei Angeboten zur Förderung der persönlichen Förderung von Resilienz


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04.11. – 06.11.2020 Niedersachsen | Walsrode weitere Infos | Anmeldung

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