Wissen für BR, PR, JAV, MAV + SBV

Urteile

Keine Übernahmeverpflichtung eines JAV-Mitglieds bei schlechtem Prüfungsergebnis

Orientierungssätze

Eine Weiterbeschäftigung von Jugend- und Auszubildendenvertretern ist nach § 9 Abs. 4 BPersVG für den öffentlichen Arbeitgeber trotz Vorhandenseins eines ausbildungsadäquaten Arbeitsplatzes nicht zumutbar, wenn andere Bewerber um diesen Arbeitsplatz objektiv wesentlich fähiger und geeigneter sind als der Jugend- und Auszubildendenvertreter.

Dies ist der Fall, wenn der Jugend- und Auszubildendenvertreter in der maßgeblichen Abschlussprüfung um deutlich mehr als eine volle Notenstufe schlechter abgeschnitten hat als der schwächste sonstige Bewerber, den der öffentliche Arbeitgeber sonst in ein Dauerarbeitsverhältnis übernehmen würde. Die Differenz muss mindestens das 1,33-fache dieser Notenstufe betragen (BVerwG vom 9.9.1999 - 6 P 5.98 ).

  • Gericht

    Bundesverwaltungsgericht vom 17.05.2000
  • Aktenzeichen

    6 P 9/99
  • Rechtsgrundlage

    § 9 BPersVG

© ver.di Bildung + Beratung Gem. GmbH

nach oben