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Ganz im Vertrauen

Chancen und Risiken der Vertrauensarbeitszeit

Vertrauensarbeitszeit ist ein Arbeitszeitmodell, das genau zu den Vorstellungen einer hochflexiblen Arbeitswelt passt. Die Beschäftigten sind engagiert, teamfähig, flexibel und mobil – sie gönnen sich ihre Freizeit, wenn die Auftragslage dünn ist und legen dann Stunden drauf, wenn der Laden läuft. Im Gegenzug wird auf die Erfassung der Arbeitszeit verzichtet und hohe zeitliche Autonomie versprochen. Soweit zumindest die Theorie.

Entscheidend dafür, ob mit Einführung der Vertrauensarbeitszeit eine echte ´Win-win-Situation´ entsteht, ist eine Unternehmenskultur, die geprägt ist durch eine vertrauensvolle Atmosphäre und flache Hierarchien. Hinzu muss die Überzeugung kommen, dass permanente Überlastung kontraproduktiv und eine konsequente Einbeziehung der gesetzlichen Interessenvertretung notwendig ist.

Doch genau hier liegt das Problem. Sind diese Voraussetzungen nicht gegeben, besteht die Gefahr, dass dieses Modell zu einem planlosen Programm zur Verlängerung der Arbeitszeit wird, ohne Einflussmöglichkeiten der betrieblichen Mitbestimmung.

Das Seminar vermittelt Grundlagen des Modells, benennt praktische Beispiele sowie Chancen und Risiken und orientiert über Handlungsmöglichkeiten der Interessenvertretung.

Die Seminarinhalte in Stichworten:

  • Vertrauensarbeitszeit – das Modell
  • Chancen und Risiken der Vertrauensarbeitszeit
  • Balance von Arbeitszeit und Arbeitsvolumen – Instrumente zur Vermeidung von Überlastungssituationen
  • Gestaltungsmöglichkeiten für Beschäftigte und die gesetzliche Interessenvertretung
  • Rechtliche Rahmenbedingungen, Mitbestimmungstatbestände, aktuelle Urteile
  • Eckpunkte einer Dienst-/Betriebsvereinbarung

  • Zielgruppe

    Betriebs-/Personalratsmitglieder, Mitglieder der Mitarbeitervertretung
  • Teilnahmevoraussetzungen

    Besuch des BR-/PR-Grundseminars
  • Freistellung

    § 37 Abs. 6 BetrVG, § 46 Abs. 6 BPersVG, analog LPersVG und Regelungen für MAV
  • Bewertung

    (13 Bewertungen)
    92,9% unserer Teilnehmer/-innen bewerten dieses Seminar mit „sehr gut/gut“.

Definition und Abgrenzung von bestehenden Arbeitszeitmodellen
Vertrauensarbeitszeit: Vorstellung möglicher Modelle
Chancen und Risiken der Vertrauensarbeitszeit mit Bestandsaufnahme der Arbeitszeitregelungen der Teilnehmenden
Unterschied zwischen Gleitzeit ohne Kernzeitregelung und Vertrauensarbeitszeit
Balance von Arbeitszeit und Arbeitsvolumen
Instrumente zur Vermeidung von Überlastung und unbezahlter Mehrarbeit
Gestaltungsmöglichkeiten für die gesetzliche Interessenvertretung
Rechtliche Rahmenbedingungen und Mitbestimmungstatbestände, vor allem gemäß Arbeitszeitgesetz, Arbeitsschutz- und Arbeitssicherheitsgesetz sowie nach Betriebsverfassungsgesetz und Personalvertretungsgesetzen
Urteile zu Vertrauensarbeitszeit und zu Mitbestimmungsrechten der gesetzlichen Interessenvertretung
Handlungsmöglichkeiten der gesetzlichen Interessenvertretung in Bezug auf die Einhaltung der wöchentlichen Arbeitszeit
Eckpunkte einer Dienst-/Betriebsvereinbarung zur Vertrauensarbeitszeit unter Beachtung der Mitbestimmungstatbestände
Weitere Arbeits- und Bildungsplanung der Teilnehmenden

Hier den Themenplan als PDF downloaden.
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26.05. – 27.05.2020 Hessen | Bad Soden-Salmünster weitere Infos | Anmeldung

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