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Das neue Gesetz über die Ausbildung zur/zum ATA und OTA (ATA-OTA-G)

Rechtliche Rahmenbedingungen und ihre Umsetzung in die praktische Ausbildung

Das Gesetz über die Ausbildung zur/zum Anästhesietechnischen Assistent/-in und über die Ausbildung zur/zum Operationstechnischen Assistent/-in kommt. Ab 2022 starten die ersten Auszubildenden in die neu geregelte und staatlich anerkannte Ausbildung. Die Ausbildungsreform berührt wichtige Beteiligungsrechte der Interessenvertretung. Durch die Umstrukturierung der theoretischen wie auch der praktischen Ausbildung müssen Ausbildungspläne (bzgl. ihrer zeitlichen und sachlichen Gliederung) erarbeitet und mitbestimmt werden. Für die Ausbildung müssen ggf. die Kooperationsverträge mit Schulen und externen Partnern abgeschlossen und mitbestimmt werden. Die mit der Ausbildung betrauten Personen müssen rechtzeitig so qualifiziert werden, dass sie den neuen Anforderungen gerecht werden. Gegebenenfalls ist neues Personal einzustellen, um die gesetzlichen Anforderungen zu erfüllen. So hat die Interessenvertretung auf Jahre hinaus wichtigen Einfluss auf die Qualität der praktischen Ausbildung.

Betriebs- und Personalräte sowie Mitarbeitervertretungen haben gemeinsam mit den Jugend- und Auszubildendenvertretungen auf die Einhaltung des ATA-OTA-Gesetzes sowie der Ausbildungs- und Prüfungsverordnung zu achten. Darüber hinaus sollen sie die Ausbildungspläne im Rahmen der Beteiligungsrechte auch inhaltlich mitgestalten. Dies alles setzt Kenntnisse über den Inhalt des Gesetzes und der dazugehörigen Verordnungen voraus. Jetzt ist eine gute Gelegenheit, die Qualität der Ausbildungen in Anästhesie und OP zu sichern und Auszubildende und Praxisanleiter/-innen vor Überforderungen zu schützen.

Die Seminarinhalte in Stichworten:

  • Wesentliche Elemente des ATA-OTA-Gesetzes: Was ist neu zur bisherigen Anwendung des BBiG und der DKG-Empfehlung?
  • Das Ausbildungsverhältnis: Vertragsgestaltung, Rechte und Pflichten der Vertragsparteien
  • Einordnung in das System der arbeitsrechtlichen Normenpyramide
  • Rechtsqualität der Ausbildungs- und Prüfungsverordnung als umsetzungsbedürftige Verordnung
  • Der Inhalt der Ausbildungs- und Prüfungsverordnung
  • Beteiligungsrechte der Interessenvertretung bei der betrieblichen Ausbildung
  • Überblick: Beteiligungsrechte der Interessenvertretung beim Abschluss von Kooperationsverträgen

  • Zielgruppe

    Betriebs-/Personalratsmitglieder, Mitglieder der JAV/Mitarbeitervertretung
  • Freistellung

    § 37 Abs. 6 BetrVG, § 46 Abs. 6 BPersVG, analog LPersVG und Regelungen für MAV

Grundlagen der Arbeit mit dem ATA-OTA-Gesetz und der Ausbildungs- und Prüfungsverordnung:

  • Ausbildung nach dem ATA-OTA-Gesetz: Was liegt in der Verantwortung des Betriebs, was liegt bei der Schule?
  • Anforderungen an die Neugestaltung der Kooperationsverträge
  • Rechtsqualität der Ausbildungs- und Prüfungsverordnung als umsetzungsbedürftiger Verordnung
  • Einordnung in das System der arbeitsrechtlichen Normenpyramide
  • Gängige Begriffe der Ausbildungs- und Prüfungsverordnung und ihre Bedeutung

Der Inhalt der Ausbildungs- und Prüfungsverordnung:

  • Struktur der Verordnung
  • Struktur der Ausbildung: sachliche und zeitliche Gliederung
  • Pflichteinsätze, Vertiefungseinsätze, weitere Einsätze

Umsetzung der Ausbildungs- und Prüfungsverordnung in die betriebliche Praxis:

  • Inhalt von betrieblichen Ausbildungsplänen
  • Vorgehen bei der Umsetzung: Identifizieren von Arbeitstätigkeiten
  • Überblick über verschiedene Methoden und Ansätze der handlungsorientierten betrieblichen Ausbildung
  • Beispielhafte Ausbildungs- und Prüfungsverordnung, Konkretisierung in der Praxis

Rechtsqualität der Ausbildungspläne, Einordnung in das System der arbeitsrechtlichen Normenpyramide
Beteiligungsrechte der Interessenvertretung beim Abschluss von Kooperationsverträgen zur Durchführung der theoretischen und praktischen Ausbildung:

  • Möglichkeiten und Reichweite der Mitbestimmung
  • Regelungsmöglichkeiten in Kooperationsverträgen

Beteiligung der Interessenvertretung bei betrieblichen Ausbildungsplänen
Definition von Lernzielen und Ausbildungsinhalten, Methodik innerbetrieblicher Ausbildung
 
 

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