Social Media im Betrieb – Anwendung und Regelungsbedarf
Social Media ermöglicht den Austausch von Informationen in Echtzeit und unabhängig vom Standort der Nutzer*innen. Diese Informations- und Kommunikationstechnologien werden nicht nur privat genutzt, sondern prägen auch den beruflichen Alltag. Sie dienen beispielsweise dem innerbetrieblichen Informationsaustausch oder auch dazu, Kund*innen über aktuelle Angebote zu informieren.
Neben positiven Effekten, wie der Beschleunigung von Arbeitsvorgängen, gibt es auch negative Folgen: So sind betriebliche Daten beispielsweise nur unzureichend gesichert und die ständige Erreichbarkeit belastet Beschäftigte.
Betriebliche Regelungen zur Nutzung von Social-Media-Anwendungen sind also notwendig: So können Kolleg*innen vor den negativen Folgen geschützt werden.
Die Seminarinhalte in Stichworten:
- Rechtliche „Dos and Don'ts“ für Social Media (u.a. EU-Datenschutz-Grundverordnung, Datenschutzgesetze des Bundes bzw. der Länder, IT-Richtlinien)
- Überblick über digitale Anwendungen und kommerzielle Anbieter (z.B. Facebook, WhatsApp, Doodle, Zoom, Gesundheits-Apps usw.) und deren Datensicherheitskonzepte
- Datensicherheit der Kommunikationswege, insbesondere bei Nutzung von privaten Smartphones und Tablets
- Arbeitsvertrags- und arbeitszeitrechtliche Grundlagen zur Nutzung und Anwendung von Social Media
- Betriebliche Social-Media-Guidelines (Beispiele)
- Beteiligungsrechte der gesetzlichen Interessenvertretung
- Mögliche Inhalte einer Betriebs- bzw. Dienstvereinbarung
-
Zielgruppe
Betriebs-/Personalratsmitglieder -
Freistellung
§ 37 Abs. 6 BetrVG, § 54 Abs. 1 BPersVG, analog LPersVG
Allgemeiner Überblick und Begriffsklärungen zu Social Media
Entwicklung, Trends und Anwendungen im Betrieb – Überblick über aktuelle digitale Anwendungen und kommerzielle Anbieter
Rechtliche Regelungsbedarfe:
- „Dos and Don’ts“ für Social Media (u.a. EU-Datenschutzverordnung, Datenschutzgesetze des Bundes bzw. der Länder, IT-Richtlinien, Arbeitszeitgesetz, Arbeitsschutzgesetz etc.)
- Datensicherheit der Kommunikationswege und der kommerziellen Anbieter, insbesondere bei Nutzung von privaten Smartphones und Tablets
- Umgang mit Betriebsgeheimnissen und Persönlichkeitsrechten der Beschäftigten
Rechtliche Aspekte aus Sicht der Beschäftigten (u.a. Datenschutz, Arbeitsvertrag, Arbeitszeit)
Digitaler Arbeits- und Gesundheitsschutz und Social Media (z.B. Vor- und Nachteile ständiger Erreichbarkeit, mögliche Auswirkungen auf die Gesundheit der Beschäftigten):
- Prüfung der Möglichkeit einer Gefährdungsbeurteilung zur Nutzung von Social Media und deren Folgen
Social-Media-Guidelines:
- Beispiele, rechtliche Rahmenbedingungen, eigene Positionsbestimmung
- Aufbau von Social-Media-Guidelines und inhaltliche Gestaltung
Beteiligungsrechte und Handlungsmöglichkeiten der gesetzlichen Interessenvertretung:
- Betroffene Regelungsbereiche der betrieblichen Mitbestimmung (z.B. Verhaltens- und Leistungskontrolle durch technische Einrichtungen, Arbeits- und Gesundheitsschutz, Arbeitszeitregelungen usw.)
- Aufgaben im Rahmen der Überwachung geltender Gesetze und Tarifverträge
Mögliche Inhalte einer Betriebs- bzw. Dienstvereinbarung zur Nutzung von Social Media
Termine
Gerne bieten wir Ihnen für dieses Seminarthema eine maßgeschneiderte (Inhouse-)Schulung für Ihren Betrieb bzw. Ihre Dienststelle an. Bitte nehmen Sie dazu Kontakt mit uns auf: 0211 9046-0 bzw. info@verdi-bub.de
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