Personalratswahl nach dem Landespersonalvertretungsgesetz Sachsen-Anhalt (PersVG LSA)
Die Einleitung der Wahl
Darauf kommt es an
In dieser Phase muss der Wahlvorstand das Wählendenverzeichnis erstellen, die Anzahl der zu wählenden Personalratsmitglieder festlegen und die Verteilung der Sitze auf die Gruppen im zukünftigen Personalrat berechnen. Das Wahlausschreiben schließt diesen Abschnitt der Vorbereitung ab und eröffnet formal die eigentliche Wahl.
Das Wählendenverzeichnis
Der Wahlvorstand muss feststellen, wer wahlberechtigt ist und er muss ein Wählendenverzeichnis erstellen. Die Beschäftigten die am Wahltag das 16. Lebensjahr vollendet haben, sind wahlberechtigt (§ 13 Abs. 1 Satz 1 PersVG LSA). Die Unterlagen für das Wählendenverzeichnis muss der Arbeitgeber bereitstellen. Ob jemand wahlberechtigt ist oder nicht, entscheidet der Wahlvorstand und nicht der Arbeitgeber! Das Wählendenverzeichnis und die Wahlordnung muss der Wahlvorstand in der Dienststelle zur Einsichtnahme auslegen. Eine Bekanntgabe ausschließlich in elektronischer Form ist nicht zulässig. Einsprüche gegen das Wählendenverzeichnis müssen innerhalb von einer Woche schriftlich beim Wahlvorstand eingereicht werden (§ 3 Abs. 1 WO). Mögliche Einsprüche können von allen Beschäftigten kommen, z.B. von denen, die sich nicht auf der Liste wiederfinden, und natürlich vom Arbeitgeber. Der Wahlvorstand muss das Wählendenverzeichnis auch korrigieren (ergänzen), wenn nach dieser Frist z.B. durch Neueinstellung weitere Wahlberechtigte hinzukommen. Dies hat aber dann keinen Einfluss mehr auf die Größe oder Zusammensetzung des Personalrats.
